Dienstag, 17. Februar 2015

7 Monate Levi

Ein Lebensmonat, in dem nicht allzu viel passiert ist. Leider. Ich hatte ja fast erwartet, dass Levi das Robben erlernen würde, man vergleicht ja doch und Paul konnte dies mit ca. 6,5 Monaten.
Aber Levis Konzentration scheint anderswo zu liegen. Von robben keine Spur.
Leider deshalb, weil er doch häufig sehr unzufrieden darüber ist, dass er nicht so vorwärts kommt, wie er es gerne würde.

Levi kann:

  • mit den Füßen klatschen. Zu putzig!
  • Ansätze vom Vierfüßler/Krabbelposition und auf halber Höhe schon vor und zurück schaukeln
  • "brabbeln". Hört sich meist an wie "awäwäwäwäwä". Er erzählt so ganze Geschichten
  • sich die Strümpfe ausziehen
  • schimpfen, wenn ihm etwas nicht passt
  • Schnulli manchmal richtig rum in den Mund stecken
  • sich ein wenig durch's Zimmer rollen
  • interessante "Gymnastik-Übungen" und Verrenkungen
  • alleine essen. Ach, ist das schön. Er sitzt nun für die Zeit des Essens aufrecht und etwas gestützt in seinem Hochstuhl und nimmt sich sein Essen selbst vom Tisch und steckt es in den Mund.


Levi mag:

  • mit den Füßen klatschen. Eine Zeitlang hat er dies sehr oft getan, wenn er auf dem Rücken lag. Bevorzugt, wenn seine Füße nackig sind
  • essen. Er wird ja quasi ausschließlich breifrei ernährt und ich genieße die Bestätigung in meinem Tun. Es ist eine Wonne, ihm zuzusehen. Es hat viel von purer Harmonie, fast schon etwas beruhigendes, ihm zuzusehen. Er isst gut und viel. Locker schafft er eine ganze Scheibe (großen) Toast, während wir bei Paul oft froh sind, wenn er eine halbe Scheibe isst.
  • Sophie die Quietsche-Giraffe
  • Action/Trubel um ihn herum. Lange Zeit war dies ja gar nichts für ihn und er wurde quengelig, wenn er seine Ruhe nicht hatte. Inzwischen ist er meist viel zufriedener, wenn wir wo sind, wo um ihn herum viel passiert. Dann beobachtet er und erfreut sich am Geschehen. Während er zuhause kaum für etwas zu begeistern ist
  • baden, planschen. Anfangs war er im Wasser eher der stille Genießer -ganz anders als Paul. Aber das änderte sich bald. Inzwischen planscht er genauso wild, wie Paul in dem Alter
  • den Fernseher. Zum Stillen darf der nicht an sein, dann ist Trinken abgeschrieben
  • zum Glück noch immer Kinderwagen fahren. Obwohl er ja nicht viel sieht, weil dick eingepackt (das war bei Paul in dem Alter, so mitten im Sommer, ja "etwas" anders), meckert er darin selten. Meist schläft er auch schnell ein, aber auch in wachem Zustand mag er das Fahren noch sehr gerne. Zum Glück! Das ist so etwas wie eine kleine "Notlösung"
  • inzwischen auch wieder getragen werden. Wobei das nicht mehr häufig vorkommt, leider. Ich muss da zu meiner Schande gestehen, dass es mir echt zu viel ist, uns so dick einzupacken und wenn ich ihn auf den Rücken nehme (ja, für vorne ist er mir, für längere Strecken, nun doch etwas schwer geworden), ist das ganze gleich doppelt kompliziert, da die Jacken über ihn/uns rüber zu kriegen...
  • Die Medikamenten-Kisten auf dem Wickeltisch. Ständig will er sich vom Rücken auf den Bauch drehen, um dort anzukommen. Und wehe, man hält ihn davon ab, dann schreit er wütend auf


Levi mag nicht:

  • noch immer und noch viel schlimmer: alleine wo rumliegen. 
  • wenn Paul ihm etwas weg nimmt oder ihn anfässt. Nichts mehr mit großen Bruder anhimmeln...
  • Strümpfe an den Füßen. Meist hat er ganz kalte Füße, weil er sich IMMER die Strümpfe auszieht. Dagegen kann man auch nichts tun. Strumpfhosen zieht er dann ewig lang und sabbert sie an, sodass diese ja noch kälter würden, wenn er die wieder richtig an den Füßen hat
  • dass er nicht vorwärts kommt. Oft höre ich ihn aufbrüllen und sehe, wie er den Arm nach etwas ausstreckt
  • wenn er zum Essen in seinen Hochstuhl gesetzt wird und dann nicht schnell genug etwas zu essen bekommt. Dann brüllt er richtig ungemütlich los
  • Langweile


Und sonst so?

Puh, dieser Monat war sehr anstrengend und aktuell ist auch keine Besserung in Sicht.
Levi fordert mich sehr. Er beschäftigt sich fast gar nicht mehr alleine. Er brüllt schnell los und auch Pauls Gesellschaft ist ihm nicht genug.
Ich weiß oft nicht, wie ich ihn zufrieden stellen kann. Selbst wenn ich mich zu ihm lege und versuche, ihn zu bespaßen, geht das Gemecker schnell los. 
Am schlimmsten sind solche Situationen, wo ich etwas zu tun haben, was getan werden muss, duschen, anziehen, umziehen, Paul anziehen, umziehen, kochen... 
Und ich habe ja nun auch noch Paul, der zwar, zu meinem wirklich großen Glück, sich nach wie vor sehr gut selbst beschäftigen kann, der aber nun auch merkt, Levi ist nicht nur toll. Levi nimmt mir Mama auch etwas weg und der nun hin und wieder auch mal eifersüchtig wird.
Und genau dann auf den Arm möchte, wenn ich Levi habe, weil der mal wieder gemeckert/gequengelt/gebrüllt hat. Was tun? Levi weg legen um Paul zu nehmen? Dann geht das Gebrüll SOFORT wieder los. Dann tut Levi mir leid und meine Nerven gehen weiter den Bach hinunter.
Paul "abweisen"? Dann tut Paul mir leid. Dann quengelt Paul. Verständlicherweise. Es ist ECHT schwierig! Sofern es geht, versuche ich dann, beiden gerecht zu werden. Beide auf den Schoß zu nehmen, etwas mit beiden zu machen (spielen, Buch) und ja, ich habe in einer solchen Situation auch schon einmal den Fernseher angeschaltet. Ja, ja, etwas, das ich nie tun wollte. Aber ein bisschen muss man auch manchmal an sich denken, oder?
Ich hoffe SO sehr, dass es bei Levi bald klick macht und er robben wird oder vielleicht sogar krabbeln. Oder er sich, wie Paul, mit 8 Monaten hoch ziehen wird (das war bei Paul so eine Meilenstein, nach dem er so richtig entspannt und zufrieden wurde). 
An manchen Tagen krieche ich wirklich auf dem Zahnfleisch. Nebenbei habe ich ja auch noch meinen Job und den Haushalt... klar, dieser kann warten, sagt man so schön. Aber ich kann unmöglich nahezu alles meinem Freund überlassen (der tut ja schon viel!) oder es verkommen lassen. Oder abends machen, dann bin ich alle. Da fehlt mir die Kraft...
Ich hatte ja nun wirklich lange Schonzeit, Levi war so lange so ruhig und friedlich, dass ich immer gesagt habe, wenn Leute mich darauf ansprachen, dass das aber bestimmt auch anstrengend ist: Nein. ehrlich. Nicht wirklich.
Inzwischen bin ich diejenige, die als erste erwähnt: ist schon sportlich momentan...
Meine Nerven sind dadurch leider wirklich dünn geworden. Selbst an guten Tagen bringt mich die erste stressige Situation schon in innerliche Aufruhr. Ich mache nun regelmäßig PME (Progressive Muskelentspannung), was ja leider nur abends geht (ich kann ja Paul schlecht sagen: So, sei mal leise, Mama entspannt jetzt mit Kopfhörern *lach* und dass beide gleichzeitig schlafen kommt selten vor) und hoffe, dass mir das etwas hilft für meine innere Ruhe *tschaka*
Ich bin gerne unterwegs, weil a) Levi dann zufrieden ist und wenig angespannte Situationen aufkommen und b) in der Zeit ja auch der Haushalt nicht belastet wird *lach*
So, genug gejammert!
Natürlich gibt es auch ganz viele tolle Momente, wo ich Levi abknutschen könnte und mich einfach enorm daran erfreue, wie "groß" er schon ist, was er schon bewusst wahrnimmt und wie aufmerksam er durch's Leben "geht". Ich kann mich oft darüber amüsieren, wie er mit einem prüfenden Blick gewisse Dinge betrachtet. Überhaupt habe ich bei ihm ganz krass das Gefühl, dass er wie ein Schwamm ist, der alles, was um ihn herum passiert, aufsaugt. 
Levi hat nach wie vor seine Phasen, wo er nur bei Mama sein möchte. Beim Papa klappt es dann trotzdem. Letztens war ich (mit Paul) über Nacht weg, Papa und Levi allein zuhaus. Oh, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Aber die beiden haben es super gemeistert und Levi hatte keinen einzigen "Ich will zu Mama Anfall".
Bei meiner Mama ging letztens quasi gar nichts. Da war er nur 10-15 Minuten nach dem (nachmittags) Schlafen mit ihr und meiner Schwester plus Freund und Kind allein und blickte sich immer suchend um, schaute in jedes Gesicht und brüllte los. Kaum war ich da, zitterte er ganz aufgeregt und schluchzte nur noch drei Mal, als ich ihn nahm. Und lachte meine Mama dann wieder fröhlich an.
Eine Woche später war meine Mama mit ihm und Paul für über eine Stunde alleine und Levi war die ganze Zeit fröhlich (gut, sie sagte, sie hat ihn auch durchgehend bespaßt, aber das hätte im Falle eines "Ich will zu Mama Anfall" auch nichts bewirkt *lach*)


Und nun, wie immer, die Vergleichsfotos:

27 Wochen





28 Wochen 
(ja, genau, vergessen, "richtige" Bilder zu machen *grins*)





 29 Wochen

























30 Wochen 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen