Montag, 1. September 2014

Vom Schlafbaby zum Schreibaby - und zurück (?)

Hallo meine lieben Leser.
Hier ist es so ruhig, wie schon lange nicht mehr.
Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber man kommt mit zwei kleinen Kindern wirklich "zu nichts mehr"...

OK, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber das Bloggen bleibt definitiv auf der Strecke, da ich dazu nicht komme.
Denn dazu muss ich am Schreibtisch am Rechner sitzen und die Möglichkeit dazu kommt so selten vor.
Dabei würde ich gerne so viel berichten... Mir schwirren schon länger einige Posts im Kopf herum. Dazu die aktuellen Berichte, es gäbe so viel zu bloggen.
Meine Schwester wies mich auch schon darauf hin, dass ich bei Paul viel mehr gebloggt hatte.
Der ließ mich auch mehr.
Wo wir beim Thema wären:
Die ersten drei Wochen war ich nur am schwärmen von meinem kleinen, friedlichen, rundum zufriedenen Schlafbaby.
Levi schlief von Geburt an wirklich sehr viel, hatte wenige und kurze Wachphasen. Ich freute mich sehr, dass er so pflegeleicht war, sagte immer, so muss das auch sein, wenn man hier noch einen Anderthalbjährigen rumflitzen hat. Zum Glück, ZUM GLÜCK auch dieses Mal wieder kein Schreibaby. Das war mir ja der absolute Albtraum während der Schwangerschaft und ich fragte mich: Was machst du dann?
Levi wurde aber älter und kam in das typische Alter des nicht alleine liegen und einschlafen Wollens/Könnens.
Kannte ich von Paul auch. Aber Paul war ja mehr der "Meckerfritze". Wirklich los geschrien hat der ja so gut wie gar nicht.
Anders bei Levi.
Erst begann nach ca. 3 Wochen das Meckern. War noch halbwegs gut zu händeln.
Dann nach weiteren zwei Wochen schrie er. Und wie.
Von Tag zu Tag wurde es schlimmer. Er schrie fast immer, wenn er wach war. Mit 5 Wochen und einem Tag lächelte er mich das erste Mal an. Das war so schön und ich freute mich auf viele weitere Lächeln. Aber leider hatte der arme Levi wohl nichts mehr zu lachen.
Er wollte noch immer sehr viel schlafen, schaffte es aber nicht, ohne Hilfe (zu der leider nicht der Kinderwagen zählt). in den Schlaf zu finden. Schnell wurde aus dem Meckern dann Schreien. Teilweise ganz hysterisch.
Am 19.08. hatten wir die U3 (Daten: 58cm, 5250 Gramm und 37,5 KU) und ich sprach den Kinderarzt auf Levis weiße Zunge an, die mir aufgefallen war, wann, das weiß ich gar nicht mehr genau. Ich war mir sicher, es sei ein Pilz. Aber der Arzt schaute gar nicht mehr richtig nach und tat es als Milch ab. Sollte es aber schlimmer werden, sollte ich wieder kommen.
Abends sah ich dann, dass es auch in den Wangentaschen und an den Lippen weiß war. Das sollte noch Milch sein? Am nächsten Tag sah ich weiße Flecken am Gaumen. Das muss doch ein Pilz sein?!  Am nächsten Tag dann war ich bei meinen Eltern und fragte meine Schwester, ihr Sohn hatte auch Pilz auf der Zunge, ob das genauso aussieht. Sie bejahte es.
Es war inzwischen auch mehr geworden auf der Zunge, sodass ich mir für den nächsten Tag vornahm, erneut zum Arzt zu gehen. Da hatte er dann auch schon den Po befallen, so hatte ich dem Arzt gegenüber dann ja wenigstens eine gute Begründung für mein erneutes Erscheinen.
Oh und siehe da, plötzlich war es "ein ordentlicher Pilz".
Ich meinte, eine gewisse Scham beim Arzt verspürt zu haben.
Natürlich habe ich mich gründlich geärgert, denn hätte er Dienstag (wo das meiner Meinung nach auch schon gut zu erkennen war) einfach mal genauer geschaut, hätten wir Levi da schon behandeln können, verzeihte dem Arzt aber. Er ist sonst ein sehr netter und jeder macht mal Fehler.
Wir bekamen Mundgel und Posalbe mit und nach nur zwei Mal einschmieren im Mund war der Pilz schon fast verschwunden.
Wenige Tage später besserte sich Levis Schreiverhalten. Es wurde weniger.
Ich bin sicher, dass der Pilz ein Faktor war. Sicher waren es noch andere, vielleicht hatte auch ich damit zu tun (war so die Überlegung des Arztes bei der U3, er meinte, vielleicht spürt Levi Unsicherheit meinerseits, also jetzt begründet mit meiner psychischen Verfassung), vielleicht hatte er auch genau in der Zeit einen Wachstumsschub.
Vielleicht auch alles zusammen.
Seit Mittwoch letzter Woche ist Levi wieder friedlich und zufrieden. Er hat jetzt in der letzten Woche auch viel gelacht. Er lag ganz zufrieden in seinem Stubenwagen (dort zu liegen war die zwei Wochen zuvor unvorstellbar) und freute sich über sein Mobile...
Er lag, wie berichtet, ganz zufrieden auf dem Bett und freute sich über Paul.
Er reagiert auf mich, wenn ich mit ihm spreche, mit ihm rum albere, er freut sich darüber.
Er kann jetzt wieder (nicht immer natürlich) eine Weile alleine wo liegen, ohne sofort loszubrüllen.
Manchmal sogar schläft er alleine ein.
Das tut so gut!
Tja und wie habe ich mir meine Frage aus der Schwangerschaft beantwortet?
Tragen, tragen, tragen! Und dann bewegen oder noch besser: Auf dem Gymnastikball sitzen und auf und ab wippen (die beste Anschaffung ever! Kann ich jedem mit unruhigem/schreiendem Baby nur empfehlen. Wirkt hier meist sehr schnell zur Beruhigung)
Ich bekam schon Rückenschmerzen, weil ich ihn so viel getragen hatte und wechselte von der Wrap Con auf die emeibaby.
Aber immerhin wirkte das meistens und er wurde nach anfänglichem Extrem-Brüllen, weil er das einbinden furchtbar fand, ruhig und schlief ein.
Und selbst wenn es nicht wirkte, so hatte ich aber zumindest das Gefühl, ihn in seinem Unwohlsein nicht alleine zu lassen.
Und Paul?
Paul ist der beste große Bruder, den es gibt. Er ist überhaupt das beste Kleinkind, was es gibt!
Er spürt hier ganz genau, dass er irgendwie Rücksicht nehmen muss.
Und das alles ganz ohne Wut oder Eifersucht auf Levi aufzubauen. Sein Bruder ist für ihn das Größte und immer wenn er weint oder schrie, sagt Paul Bescheid.
Er störte sich nicht daran, dass Levi so viel schrie und Aufmerksamkeit brauchte.
Da ich ihn ja nun auch meistens in der Trage hatte und bloß viel raus gegangen bin, kam Paul auch nicht wirklich zu kurz.
Aber zu Paul wird es noch einen Extra-Post geben - wenn ich dann bald dazu komme.
So, nun wird dieser auch gerade wach und ich beende meinen heutigen Post.

Bilder, die das Mutterherz erfreuen. Momente, die so belanglos erscheinen, aber so glücklich machen, weil sie einfach zwei Wochen lang unvorstellbar waren:

Friedlich schlafendes Baby im Stubenwagen 

Waches, zufriedenes Baby im Kinderwagen


 Friedliches, schlafendes Baby im Hochstuhl




Und der Große, der jetzt schon Schubkarren schieben kann, soll nicht fehlen :)


1 Kommentar:

  1. Ohje... uns graut es auch vor der Vorstellung, dass wir ein Schreibaby bekommen könnten... Wobei, wenn es sonst gesund ist, ist es ja in Ordnung... es gibt auf jeden Fall Schlimmeres als ein Schreibaby. Aber schön, dass es bei Eurem Levi nur so eine "Lappalie" war. Schön, dass er wieder pflegeleichter geworden war.

    Ich bin so gespannt auf unseren Kleinen, hab aber auch irgendwie Angst vor morgen... Vor allem davor, dass irgendwas Schlimmes raus kommt... Ich bin so froh, wenn der Tag vorbei ist und alles gut gelaufen und unser Baby gesund und munter ist... Und ja, ich hoffe sehr, dass er sich heute Nacht noch auf den Weg macht. Aber glauben tu ich nicht dran...

    LG anna

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