Donnerstag, 19. Juni 2014

Termin bei der Frauenärztin und die letzten fünf Bauchbilder

Hallo ihr Lieben.
Hier ist noch alles ruhig :) Heute bin ich schon zwei Tage weiter, als mit Paul...
Im heutigen Post muss ich einmal Dampf ablassen! Aber zunächst gibt's Bauchbilder ;)



25+2 - 27+1 - 30+2 - 33+2 - 36+1
Der Bauch sieht ja etwas runter gerutscht aus inzwischen. Aber das ist er vom Gefühl her eigentlich überhaupt nicht. Der kleine Bollerkopf drückt mir so dermaßen unter der Brust/den Rippen, das ist teilweise SO unangenehm *jammer*

Gestern war Termin bei der Frauenärztin. Und ich war ECHT wütend!
Leider wieder bei der Kollegin, weil ich vor vier Wochen noch keinen Termin für diese Woche bei meiner Ärztin bekommen konnte (sie hatte einen Unfall vor ein paar Wochen, ist aber inzwischen wieder da, grr, hätte also wohl auch zu ihr gekonnt).
Eigentlich fand ich die Kollegin bisher ja total nett. Aber seit gestern ist sie für mich unten durch.
Ich komme ins Sprechzimmer (sonst wird man immer von der Ärztin abgeholt, das war schon mal komisch), sitzt sie da, ich setze mich, sie dann:
"Sie hatten letztes Mal ja Termin bei meinem Kollegen".
"Ja."
"Und dann haben Sie den Termin für den Kaiserschnitt nur zwei Tage vor den ET legen lassen?!"
"Ja."
"Und wenn es früher los geht?"
"Dann freue ich mich."
Darauf erntete ich dann einen bösen Blick und durfte mir dann anhören, dass sie das ja nicht so gemacht hätte.
Ich vermutete erst, dass sie dies evtl. aufgrund irgendeines Risikos erwähnte.
Deshalb sagte ich gleich, dass es bei Paul ja auch so war und da ja alles gut ging. Ich einen Blasensprung hatte und er 2,5 Std danach auf der Welt war...
Aber darum ging es ihr gar nicht.
Sie meinte, wenn man doch schon weiß, dass es ein Kaiserschnitt wird, könnte man das ja auch besser planen. Das könnte ja auch mal in der Nacht los gehen und dann müssen extra Leute anrücken und wenn ich wieder einen Blasensprung habe, dann muss ich ja liegend transportiert werden und einen Krankenwagen rufen, wie aufwendig alles...
Also sie hätte das so nicht mit gemacht. Aber wenn das Team das so mit macht, hätte ich ja Glück.
Ich war echt sprachlos. Ich hatte ihr erklärt, dass ich es für mich wichtig finde, dass ich einen natürlichen Start erlebe und dass es für die Kinder ja auch wesentlich besser sein soll.
Was für sie anscheinend überhaupt nicht wichtig.
Natürlich verstehe ich, dass es für ein Krankenhaus und das Personal bequemer und besser ist, wenn ich da zur Geburt meines Kindes auf Termin komme.
Aber ganz ehrlich: Eine Geburt ist nicht planbar. Ist sie schon, sollte sie aber nicht sein, wenn nicht zwingend nötig. Das ist meine Meinung und ich finde diese auch generell nicht unbedingt verkehrt.
Natürlich kann und soll das jeder machen, wie er will und wenn Frauen sich gut fühlen mit einem geplanten Kaiserschnitt, dann ist das ja durchaus OK.
ICH fühle mich damit nicht gut.
Ich möchte für mich selbst dieses Erlebnis haben: Es geht los!
Am besten noch ein paar Wehen dazu.
Zumindest etwas vom natürlichen Start mit erleben. Mich durch das körperliche seelisch darauf vorbereiten.
Und nicht an Tag x um 9 Uhr zum OP-Termin kommen, wie wenn mir die Galle entfernt wird.
Das hat für mich einfach nichts von einer Geburt!
Weiterhin finde ich die Vorstellung ganz grausig, dass mein armes Baby da völlig aus dem Nichts, ohne jegliche Vorwarnung, auf unnatürlichem Wege aus dem Bauch herausgerissen und ins grelle Licht geholt wird.
Und genau deshalb möchte ich meinem Kind und mir die größtmögliche Chance geben, dass es von selbst los geht. So, wie das eigentlich auch gedacht ist! Und solange da medizinisch nichts gegen spricht, kann man das doch so machen.

Was muss die mir da ihre Meinung dazu erzählen? Unfassbar, zumal sie damit ja überhaupt nichts zu tun hat! Wenn der Arzt das so macht, dann ist das seine Entscheidung und Verantwortung und da müsste er sich auch ggf. gegenüber dem Personal vom Krankenhaus rechtfertigen, sollte tatsächlich z. B. ein Anästhesist extra wegen mir aus der Rufbereitschaft kommen, zu einem Zeitpunkt, wo andere Ärzte längst nen Kaiserschnitt vorher gemacht hätten.
Ich fand das ganz ganz unmöglich von der. Ich finde, eine Geburt ist ja nun auch eine sehr persönliche Sache und wenn ich da schon nicht 100 % selbst entscheiden kann, dann doch wenigstens im größtmöglichen Rahmen. Warum lässt sie mir das nicht einfach? Warum meint sie, mir da einen Vortrag halten zu müssen? Sehr unsensibel!
Jedenfalls bin ich dem Arzt sehr sehr dankbar, dass er denn 10.7. als Termin für den Kaiserschnitt genommen hat und nicht den 3.7. oder gar noch eher. Scheint ja echt nicht selbstverständlich zu sein!

So, nun zum eigentlichen Termin:
Alles bestens. CTG ohne Wehen mit normal vielen Kindsbewegungen, von denen ich aber ca 80% nicht (mehr) spüre. Schon seit ner Weile (ca 2 Wochen) ist es für mich sehr ruhig geworden im Bauch. Nun, die CTGs und der Ultraschall sagen etwas anderes. Warum ich das nicht so spüre, konnte die Ärztin mir auch nicht erklären.
Fruchtwasser ist noch genug vorhanden, Plazenta sieht super aus und geschätzt wurde der Kleine nun auf 2700 Gramm und 48,5 cm. Also wenn die Schätzung/Messung stimmt, dann ja deutlich zarter, als Paul. (Bestimmt wartet er nur ab, bis er auch die ca. 3 kg hat. Dann kommt er. Passt mal auf *grins*)
Man konnte (endlich mal) ganz toll sein Köpfchen/Gesicht sehen. Auf meine Bitte nach einem 3D Bild meinte sie, dafür sei es zu spät. Ja, nee, ist klar. Hätte man ja auch nicht einfach mal versuchen können, oder? Dass das vielleicht nicht mehr so ein schönes Bild gibt, wie in der 27. Woche, ist mir klar, aber bei MEINER Frauenärztin hatten wir bei Paul auch in der 35. oder 37. Woche noch mal versucht, ein 3D Bild zu ergattern (nur war Paul ja leider sehr umkooperativ).
Tja, nun haben wir von Nr. 2 überhaupt kein 3D Bild. Sehr schade :(







Kommentare:

  1. Boah, wie ätzend!! Solche Ärzte hasse ich ja wie die Pest! In der Geburtshilfe kann man eben nicht planen, bzw. sollte man nicht in dem Ausmaß, wie das heutzutage passiert. Und da sie ja nicht direkt betroffen ist, finde ich ihre Kommentare nochmal beschissener. Ganz abgesehen davon, dass der Anästhesist so oder so Rufbereitschaft hat und kommen muss, wenn was ist. Ob nun geplant oder nicht. Wer damit nicht leben kann, soll bitte einen anderen Beruf ergreifen.

    Man man man, versteh ich gut, dass du deswegen sauer bist! Ich wär der wohl ins Gesicht gesprungen *grrr*

    Ich drück dich und finde es gut, dass du dich nicht hast weichklopfen lassen. Gib euch den bestmöglichen Start, wenn du dich wohl fühlst, ist es auch besser für deinen kleinen Mann :)

    Alles Liebe

    Nadja

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  2. Was ist das denn für eine Ärztin? Sollte man sich nicht in andere Menschen hineinversetzen können, wenn man solch einen Beruf ergreift? Das ist ja auch ein sensibles Thema und ich sehe es da ganz wie du... irgendwie sollte bestenfalls der Start miterlebt werden und nicht aus heiterem Himmel eben mal kurz das Baby aus dem Bauch geholt werden. Und die Ärzte haben Rufbereitschaft. PUNKT. Die haben bereit zu sein. Und der Krankenwagen kann auch fahren. So ist das überall und immer. Warum sollte da eine Person auf einmal für die aaaarmen Ärzte und Sanitäter denken? So ein Schwachsinn. Echt.
    Die Bilder sind aber dafür echt toll!!! <3 Man, man, man... das ist bald. Bald hältst du das klitzekleine Wesen im Arm.Hach! :)

    Ich schicke dir ganz liebe Grüße
    Tanja

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  3. Oje, da hast Du aber eine sehr unsensible Person angetroffen.... Wozu gibt es im Krankenhaus verschiedene Schichten und Dienste! Völlig egal, ob ein Kind im Früh-, Spät- oder Nachtdienst zur Welt kommt.... da kann man über die Ansichten der Ärztin wirklich nur den Kopf schütteln.....
    Ich wünsche Dir für den Endspurt weiterhin alles, alles Gute!
    Viele Grüße
    Mara Zeitspieler

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