Montag, 3. Februar 2014

Jenny und Rico allein zuhaus

Mal wieder mit etwas Verspätung möchte ich kurz von unserem vorletzten teilweise "babyfreien" Wochenende berichten.

Wir wollten das ja schon länger mal machen. Aber irgendwie sind wir immer drüber hinweg gekommen.
Paul mal bei meinen Eltern zu lassen, mal einen Abend was zusammen machen, Kino oder so. Ausschlafen.
Am Samstag des vorletzten Wochenendes war es dann endlich mal so weit.
Ich brachte Paul am späten Nachmittag zu meiner Mama (mein Papa ist mal wieder auf Reisen) und am nächsten Tag wollte ich zum Mittag wieder kommen.
Ich hatte jetzt auch wirklich keine Bedenken. Paul kennt meine Mama gut, sieht sie jede Woche einmal, mag sie, kennt die Umgebung, also kein Grund, sich irgendwie um sein Wohlergehen zu sorgen.
Was ich aber nicht bedacht hatte war, dass ich, kaum war ich allein nach Hause gefahren, mir ständig Gedanken darum machte, was Paul sich dabei wohl denken wird.
Da haut die Mama einfach ab, sogar ohne sich zu verabschieden (fand ich für ihn einfacher, als wenn er mich noch gesehen hätte und zu mir gewollt hätte, ein "Tschüß" versteht er ja eh noch nicht) und kommt ganz lang nicht wieder.
Ich meine, so nem kleinen Kind kann man das ja noch nicht mitteilen, erklären. Das merkt einfach nur, Mama ist und bleibt (länger als mal für max. 4 Std) weg. Was denkt es da wohl? Vermisst es die Mama? Wundert es sich? ist es traurig?
Zum Abendbrot aß Paul eine Scheibe Brot, seine Milch, die er sonst immer sehnlichst erwartet, verweigerte er. Sehr merkwürdig.
Ins Bett bringen klappte soweit gut. 15 Minuten Überredungskunst seitens meiner Mama und das Kind schlief.
Er wachte am Abend nicht mehr auf (was er hier immer mind. einmal tut). Gegen 1 war er dann wach, die Flasche verweigerte er wieder. Häää?
Schlafen wollte er aber auch nicht mehr, zumindest nicht in seinem Reisebett. Das kenne ich aber auch. Hier kommt er ja immer morgens früh in unser Bett. Schlafe ich mal mit Paul bei meinen Eltern, ist es auch immer früh in der Nacht.
Neben Oma schlief es sich dann noch bis 4:00 Uhr sehr gut und dann war endlich Zeit für eine Flasche. Bis 6:30 Uhr schlief er dann noch friedlich weiter und dann wurde Oma in gemeinsamer Sache mit den beiden Hunden aus dem Bett gejagt.
Gut gefrühstückt hat er und gut drauf war er den Vormittag auch. Ich telefonierte nachm Aufstehen (was um 9 Uhr geschah, Kommentar meiner Mutter dazu: "Und das nennst du ausschlafen?" Äh, ja, bis 9 Uhr ohne Unterbrechung zu schlafen, erst recht, wenn es von 0.30 Uhr an ist, ist definitiv ausschlafen!) mit meiner Mutter und hörte ihn im Hintergrind fröhlich brabbeln.
Um 12:45 Uhr kam ich dann zu ihnen und freute mich, meinen Kleinen wieder zu sehen. Freute mich auf seine Wiedersehensfreude.
Wiedersehens- was?
Ich wusch mir erst noch die Hände (war vorher beim Pferd), während ich meine Mama immerzu hörte: Oh, wer kommt denn da? Na, da wirst du dich aber gleich freuen... usw.
Ich stecke den Kopf zur Küche rein, Paul sitzt essbereit in seinem Hochstuhl, sieht mich, guckt blöd, lächelt dann und als ich ihn erreicht hatte, begann er mir aufgeregt irgendwelche Dinge in der Küche zu zeigen.
Aha.
Er war nicht aus dem Häuschen, er jammerte nicht vor Freude, er lachte nicht vor Freude, nein, er tat so, als wäre ich bloß gerade auf Toilette gewesen. Pfffff!
Damit hätte ich nun nicht gerechnet, finde es aber total gut. Das zeigt mir, dass meine Gedanken wohl ziemlich überfüssig waren.
Da wir ja eine gute Bindung haben, wird er gewusst haben, dass ich wieder komme. Und da Oma eine vertraute Bezugsperson ist, sah er wohl überhaupt nichts merkwürdiges daran, mal einige Stunden inkl. Nacht bei ihr zu verbringen.
Hach, bin ich stolz auf meinen kleinen Schatz.
Und mit Sicherheit werden wir so etwas in Zukunft auch wiederholen.


edit: fotolos ist doof, daher gibts hier exklusiv für euch ein Bild von Pauls erster Recherche im Internet:








1 Kommentar:

  1. Na, immerhin hat er dich nicht ignoriert ^^ Mein Schwager war 2 Wochen im Ski-Urlaub und sein Sohn (3 Jahre alt) war so sauer, der wollte nichtmal mit zum Flughafen und ihn abholen, geschweigedenn am Telefon mit ihm sprechen. "Freust du dich, dass der Papa wieder kommt?" - trotziges. "NEIN!"

    Ich denke, Kinder können das einfach alles noch nicht so verstehen. Und sonst ist es ja gut, dass er bei Oma schläft ohne Angst und Theater. Sowas finde ich viel schlimmer, vor allem, wenn es eben mal nicht anders geht und er bei Oma bleiben muss...

    Alles Liebe

    Nadja

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