Montag, 20. Januar 2014

Weihnachten und Silvester

Ja, in der Tat ein wenig spät, aber ich finde, solange noch Januar ist, darf davon auch noch berichtet werden ;)
Leider ohne gute Fotos. Ja, ich Vollidiotin habe mich nicht um anständige Fotos gekümmert. Wir hatten unsere gute Kamera dabei, doch leider war der Akku leer, aber diesen hätte ich ja zumindest bei Ankunft mal 10 Minuten laden können.
Tja, Pauls erstes Weihnachten und keine anständigen Erinnerungsfotos. Ich könnte heulen :(

Heiligabend ging es zu meinen Eltern. Bzw. zunächst in die Kirche. Das ist Tradition bei uns und mir ist das auch sehr wichtig. Es gehört für mich dazu, es ist der einzige Gottesdienst, den ich gerne besuche, es ist für mich die Einstimmung auf Weihnachten und mein alljährliches Glaubensbekenntnis zu Gott.



Zugegeben, es war schon etwas mutig und ich hatte auch leichte Befürchtungen, mit einem 10 Monate alten Wirbelwind, der es grundsätzlich hasst, lange still zu sein, einem Gottesdienst beizuwohnen.
Aber, was soll ich sagen? Er hat sich wirklich gut geschlagen. Eigentlich fand er alles drumherum relativ interessant. Besonders den Herrn neben mir. Da wurde an der Jacke gezupft und angeflirtet. Netter Mann, er ging sogar teilweise ein bisschen drauf ein.
Immer wieder fütterte ich Paul mit Keksen. Ich habe die Meinung, dass Gott da nichts gegen haben kann, wenn man ein kleines Kind in der Kirche essen lässt.
Zwischendurch hörte man immer wieder ein (sehr) lautes und lang gezogenes "Aaaaaaaaaaaah" durch die Kirche hallen *hust* von dem das wohl stammte *grins*
Als er gen Schluss etwas quengelig wurde, überreichte ich ihn 3 Plätze weiter meiner Mama. Beste Idee, die neue Aussicht dort war so interessant und Oma ja sowieso, dass er wieder sehr freundlich war.

Die hat meine eine Schwester selbst gemacht. Toll, oder?


Danach ging es "nach Hause" und es folgte sogleich die Bescherung.
Diese zog sich ziemlich, irgendwie hatten wir alle echt viele Geschenke füreinander.
Paul bekam an diesem Abend natürlich auch Geschenke :)



  • Bauklötze Fantasia von Haba
  • ein Glockenspiel
  • ein großes Fühlbuch
  • einen "Nachzieh-Hund" von Fisher Price, der bellende Geräusche macht, wenn man ihn zieht
  • eine dunkelblaue Strickjacke von C&A mit Öhrchen-Kapuze
  • ein Tamburin von Goki
  • eine Bettlertrommel von Goki
  • und von meiner lieben Internet-Freundin gab es noch ein "Gute-Nacht-Buch" von Ravensburger (wenn kleine Tiere müde sind)

Ich habe Paul verholfen, seine Geschenke selbst auszupacken. Dazu löste ich das Tesa, ließ ihn ans Papier fassen und drehte das Geschenk dann so, dass er quasi das Papier abzog.
Ich finde, er hat da gut mit gemacht :)
Irgendwann war er echt fertig und müde. Für ihn gab's dann noch Würstchen zum Abendbrot, dann seine geliebte Flasche und schnell ging er auf Reise ins Traumland, als er in seinem Reisebettchen lag.
Für uns gab es dann lecker Fondue *mmmmh*



Silvester waren wir bei Freunden, Raclette essen und spielen.
Bevor wir mit dem Essen begonnen, gingen mein Freund und ich mit Paul kurz raus und zündeten ein paar kleine "Standfeuerwerke" an. Paul staunte nicht schlecht.



Beim Raclette wollte ich ihn dann eigentlich irgendwie etwas mit essen lassen, aber der für uns so oberleckere Raclettekäse schmeckte ihm so gar nicht (und ihm schmeckt ja fast alles). Dann gab es also Kartoffeln, trockenes Brot und Mais. Und ab da, wo es Mais gab, wollte er auch nichts anderes mehr. Mais, Mais, Mais!
Danach bekam er im Hochstuhl in "Liegeposition" seine Flasche und schlief dabei ein.
Das war schon wirklich eine Besonderheit. Dass er dieses Risiko einging, etwas zu verpassen und mitten am Tisch einschlief... er musste wirklich so richtig fertig und müde gewesen sein.
Ich entschied mich dazu, weiter zu essen und ihn erstmal so schlafen zu lassen.



Als ich ihn aus dem Stuhl holte, wachte er nicht einmal auf. Schlief auf meinem Arm weiter.
Schade nur, dass er noch gewickelt und umgezogen werden musste. Danach war er hellwach.
Der Versuch, ihn ins Reisebett zu bringen, scheiterte.
Egal, es ist Silvester, da darf man länger wach bleiben.
Unsere Freundin meinte dann, es sei ja auch kein Wunder, dass er nicht schlafen will, schließlich hätte ich ihm ja ein Tischfeuerwerk versprochen. Stimmt.
Gesagt, getan, wir setzten uns ins Wohnzimmer und zündeten ein Tischfeuerwerk (für Kinder) für Paul an.
Wir hatten sehr viele Tischfeuerwerke und es wurden dann alle nacheinander angezündet.
Paul saß auf Papas Schoß und schaute gebannt aber auch etwas verunsichert zu. Gut, dass man bei Papa ja in Sicherheit ist.
Das letzte war ein großes Tischfeuerwerk. Drin sollten Partyutensilien sein.
Heraus schossen dann lustige silberne Hüte, Trögen und Brillen.
Natürlich bekam Paul einen Hut auf und mein Freund dekorierte sich auch... Foto... Fotoooo!!!



In dem Moment, wo mein Freund in die Tröte pustete, damit es auch so richtig nach Party aussah, drehte Paul sich natürlich nach dem Geräusch um... um dann mit Erschrecken festzustellen, dass er auf dem Schoß eines Aliens saß. Er fing bitterlich an zu weinen, der arme Kerl.
Schnell nahm ich ihn auf den Arm und tröstete ihn. Trotzdem musste ich lachen. Diese Situation hatte so eine ungeheure Komik an sich... Kurzzeitig fühlte ich mich etwas schlecht, was muss Paul von mir gedacht haben? Sicher nicht, dass ich seine Gefühle ernst nehme. Aber ich konnte nicht anders. Drückte ihn dann immer fester an mich und sprach zwischendurch beruhigend auf ihn ein.
Dann zeigte ich ihm, dass es sich nur um eine blöde Brille handelte. Setzte diese auf, schaute ihn an und zog sie schnell hoch und lächelte ihn an. Immer wieder tat ich das, Brille hoch, runter, hoch, runter. Irgendwann lachte er. Puuuh!



Kurz danach ging es dann ins Bett (so gegen 22 Uhr), diesmal schlief er brav ein.
Als wir gegen halb drei los wollten, holte ich ihn vorsichtig aus seinem Bett. Er wurde wach und klebte schläfrig auf meinem Arm. Als ich dann im Flur stand und er unsere Freunde sah, lächelte er ihnen verschlafen zu.
Ist er nicht toll? Ich meine, da wird er mitten in der Nacht geweckt und ist keineswegs mies drauf, nein, er lächelt. Hach, mein Schatz!

Als wir dann nach Hause fuhren, dachte Paul, die Nacht sei vorbei. Ich hätte ja gedacht, dass er im Auto wieder sofort einschläft. Aber nichts da. Paul war wach. Und zuhause angekommen turnte er freudig auf unserem Bett herum, der kleine Süße.
Zum Glück schlief er dann aber in meinem Arm schnell wieder ein.
So toll hat er das alles gemacht.                                                                
Unsere Freundin sagte, mit ihrem Sohn könne man das nicht machen. Der muss gegen 19 Uhr ins Bett, sonst wird er quengelig.
Für mich ist das so normal... Paul würde liebend gern jeden Abend länger wach bleiben. Nachm Abendbrot läuft er tagtäglich zu Höchstformen auf, ist total gut drauf, albert rum usw.
Zum Glück ist dann (meistens) im Bett aber Ruhe und er schläft innerhalb von (durchschnittlich) ca 15 Minuten ein.

So, und nun bin ich müde. Gute Naaaaaacht *gähn*











                                                               

Kommentare:

  1. Hallo du Liebe,
    es sind doch trotzdem sehr schöne Bilder geworden. :)
    Bei uns war es nicht anders; Akkuladegerät nicht gefunden --> mit Handykamera fotografiert. ;)
    Hauptsache, man hat ein paar Erinnerungen. :)
    Ganz liebe Grüße

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  2. Ein ganz toller Weihnachts- und Sylvesterbericht. Und Paul ist so schnuckig!!!
    Bei der Kirchenaktion musste ich daran denken, wie Fränzchen mit 18 Monaten die ganze Beleuchtung der Konfirmanden gehimmelt hat - die waren vielleicht in der Kirche entsetzt. Fast hätte das Krippenspiel nicht stattgefunden :)
    Liebe Grüße
    Julika

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