Montag, 7. Oktober 2013

Steh, Pauli, steh!

Ihr Lieben, heute ist ein ganz besonderer Tag.
Der Titel verrät es ja schon: Paul hat sich erstmals alleine aufgerichtet (mit klitzekleinem Hilfsmittelchen *g*)
Schon die ganzen letzten Tage war er extrem mit Klettern beschäftigt.
Dass dies sein Training für's Aufrichten war, ahnte ich nicht.
Heute Morgen kletterte er wie ein Wilder an mir herum. Und stützte sich teilweise mit den Füßen ab.
Ich dachte noch so: Na, da will wohl einer bald stehen.
Und dann, irgendwann des Vormittages war es so weit. 
Ich saß im Schneidersitz vor der Couch und faltete Babyklamotten. 
Da kam Paul angerobbt, kletterte halb auf mich, kam auf die Knie, die Arme auf meinem Oberschenkel, dann stützte er sich mit den Händen auf diesem ab, drehte sich gen Couch, packte seine kleinen Händchen auf sie und zog sich dann hoch auf die Füße.
Schnell packte ich mein Handy aus, rutschte zur Seite und knipste diesen Schnappschuss:

komische Perspektive, sein Kopf wirkt riesig, seine Beine extrem kurz *lach*

Er hat sich SO gefreut. Unglaublich. Das ganze Kind strahlte. Grinste. Lachte. Jauchzte. Platzte fast vor Stolz. 
Unbezahlbar, solche Momente.
Leider plumpste er dann aber auch recht schnell wieder um. Da wurde dann erst einmal geweint.
Tat bestimmt auch weh, so Kopf auf Boden. 
Armer Kerl, wie gemein sowas auch ist. Eben strahlt er noch und freut sich einen Keks, dann macht ein Sturz alles kaputt und er weint :(
Schnell drückte ich ihn an mich, tröstete ihn und redete ihm gut zu. Das wird leider nicht das letzte Mal gewesen sein.

Heute Abend dann wollte ich unbedingt, dass mein Freund das auch noch mal sieht. 
Also positionierte ich mich wieder im Schneidersitz vor der Couch.
Als Lockmittel legte ich den Schnulli auf die Couch, *hahahahahahaha*
Tja, was soll ich sagen? Es wirkte. Paul gab alles. 
Und ziemlich schnell kam er auf die Beine. 
Seht selbst:






Hier sieht er ein bisschen irre aus, aber es zeigt einfach seine enorme Freude über sein Erfolgserlebnis :)


Paul kam dann so richtig in Fahrt. Unermüdlich versuchte er immer wieder, nachdem er plumpste (ich ihn aber jedes Mal auffing) sich aufzurichten. Er war richtig außer Rand und Band. 
Völlig aus der Puste, am Ende seiner Kräfte, hielt es ihn nicht davon ab, sich wieder und wieder hochziehen zu wollen. 
Einmal zog er sich sogar an meinem Körper hoch, krallte sich in meiner Jacke fest, richtete sich auf, umklammerte meinen Arm, den ich ihm zur Stütze hin hielt.
Später dann blieb es tatsächlich nur noch bei Versuchen, die Kraft und Konzentration reichten einfach nicht mehr. 
Ich habe ihm dann mal seinen Schnulli gegeben und ihn in den Arm genommen, damit er zur Ruhe kam.
Mein kleiner, ehrgeiziger Junge :)

Kommentare:

  1. Hach wie schnuckig!! Man kann ihm seinen unbändigen Stolz richtig ansehen!
    Ich erinnere mich noch gut an Fränzchen - er kam zwar hoch, aber es hat vier Wochen gedauert, bis er kapiert hat, wie man o h n e Sturz wieder aufs Hinterteil kommt. Er hat geschrieen, die Beinchen haben gewackelt, er hat sich festgekrallt, aber runter ging irgendwie nicht :)
    Liebe Grüße
    Julika

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  2. Uaaah, so ein toller Moment. Als Kalea sich das erste mal hochzog, war sie nicht mehr zu stoppen. So wie Paul! Wart mal ab... es gibt noch eine Steigerung! :D

    Liebe Grüße
    Tanja

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