Samstag, 6. Juli 2013

Oh du schöne Nonomo

Die neue tägliche (Ein)Schlafhilfe ist eingezogen.
Seit nun 1,5 Wochen schläft Paul tagsüber in der Nonomo Federwiege.
Eine sinnvolle Anschaffung.

Und daher sehr ärgerlich, dass wir sie nicht seit Geburt an in Benutzung haben.
Ich hatte von solchen Federwiegen noch während der Schwangerschaft schon gehört.
Dachte mir aber, wir haben einen Stubenwagen. Wozu eine Wiege?
Als Erstmami ist man unerfahren - und da kann man sich noch so viel im Internet informieren.
Was ich wahrlich getan habe. Forenbeiträge, google Ergebnisse, Schwangeren/Baby-Newsletter, ich habe alles verschlungen.
Aber dass so eine Federwiege deshalb so toll ist, weil sie schaukelt und auf und ab wippt - das hat mir keiner gesagt.
Dass Babys gut bei Bewegung (Auto, Kinderwagen, Trage(tuch) schlafen, stellte ich bereits recht schnell fest und hörte es aus allen Mündern. Manche Menschen (und das habe ich inzwischen SO oft gehört) sind mit ihren Babys abends stundenlang um Block gefahren (mit dem Auto wohlgemerkt), damit es einschläft. Irre.
Nun hatten wir die ersten Wochen ein prima schlafendes Baby.
Wir hatten auch nachts Glück. Der Paul schlief.
Natürlich wurde er 1-2 Mal wach zum Trinken, aber er schlief von Beginn an 3-4 Stunden am Stück nachts.
Nur selten war er nach dem Stillen aktiv. Ja, wirklich Glück gehabt.
Warum Babys bei Bewegung so gut schlafen, das habe ich auch jetzt erst erfahren. Beim getragen werden war es mir klar - die Ähnlichkeit zum Gefühl im Mutterleib. Aber dass dies auf jegliche Art von Bewegung zutrifft, das wusste ich nicht.
Ich erwähnte ja schon, dass Paul eines Tages nicht mehr so gut schlief tagsüber. Und das zog sich durch.
Es gab gute Tage, aber mehr schlechte Tage. Manche (wenige) waren so schlecht, dass hier ein schlecht gelauntes, übermüdetes Kind meckerte und brüllte und ich mir manchmal schon dachte: "Schlaf doch einfach endlich. Du bist doch müde. Dann schlaf doch!"
Und nichts half. Ja, manchmal half wirklich nichts. Und er tat mir dann so leid. Völlig übermüdet, aber nicht in der Lage, einzuschlafen.
Ich vermute, die Nonomo würde in so einem Fall auch nicht helfen. Ein Allheilmittel ist sie mit Sicherheit nicht, aber sie führt meistens zu mehr Schlaf.

Pauls erste Begegnung mit der Nonomo sah übrigens so aus:

Und so:

Er tat mir wirklich etwas leid und ich fragte mich beim Anblick dieses nahezu angsterfüllten Gesichts, ob der Kauf der Nonomo die richtige Entscheidung war, oder ob ich sie gleich wieder verbannen sollte.
Doch so schnell gibt eine Jenny ja nicht auf. So redete ich mit ihm und machte ihn mit dem sanften Schaukeln und Wippen bekannt.
Nach und nach entspannten sich seine Gesichtszüge, der Affe hat dabei ganz sicher auch gute Dienste geleistet :)

Ich wagte den Versuch, mich zu entfernen, doch der wurde mit baldigem Gemecker und Weinen quittiert. Also habe ich meinen Schatz wieder aus den Fängen der unheimlichen Nonomo befreit.
Dazu muss ich sagen: Er war auch nicht müde. Keinesfalls.
Später, als ich seine Müdigkeitsanzeichen wahrnahm (im Übrigen ist es wirklich toll, wenn es eines Tages so weit ist, dass man diese ganz klar vom Gemecker anderer Beweggründe unterscheiden kann), wagte ich einen neuen Versuch.
Ich legte das Kind behutsam in die Wiege und brachte Bewegung hinein.
Dazu habe ich meinem Schatz leise vorgesungen und der folgende Anblick ließ nicht lange auf sich warten:

Und so schlummerte er vor sich hin. Vergessen war das anfängliche Misstrauen dieser kuscheligen Umgebung gegenüber. Es wurde einfach nur noch der Takt und Rhythmus des Schaukelns und Wippens genossen. Der Affe konnte auf ohne Probleme entfernt werden.

Sein zweites Schläfchen in der Nonomo dauerte über zwei Stunden an. Ein wahrer Rekord, sieht man mal von dem "nach-dem-Schwimmen-Schlaf" ab.


Gestern schlief er ganze drei Stunden. Ich bin zwischendurch gucken gegangen, ob alles OK ist. 
Natürlich war es das. Mein Schatz schlummerte tief und fest und zufrieden. 
Wie gesagt, ein Allheilmittel ist sie nicht. Zumindest nicht für unseren kleinen Paul. 
Er mag da so, "einfach so" nicht drin liegen.
Ist er aber müde und man legt ihn rein und stupst vorsichtig an, manchmal muss man dies auch häufig wiederholen, schläft er ein.
Leider ist es nun nicht so, dass damit ein Schlaf von 2-3 Stunden garantiert ist, Paul bleibt bei seinen bevorzugten 30 Minuten. 
Dank der Nonomo kommt es aber eben auch dazu. Er findet in ihr sehr schnell in den Schlaf. Seit sie in unserem Türrahmen hängt, gab es hier keinen übermüdeten schlecht gelaunten Paul mehr.
Und das ist so viel wert!

Die Nonomo kann mit einem Haken in der Decke befestigt werden (Zubehör wird mit geliefert) oder mit einer entsprechenden Klammer oben an den Türrahmen geklemmt werden. Klingt abenteuerlich, hält aber bombenfest.
Diese Klammer muss gesondert erworben werden.
Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, solch eine Federwiege anzuschaffen. 
Denn kennen die Babys diese von Geburt an, so liegen sie auf Dauer viel lieber darin. Ein "älteres" Baby daran zu gewöhnen kann unter Umständen schwierig bis unmöglich sein.
Das Liegen in der Nonomo erinnert die Babys an den Mutterleib. Es ist alles eng und kuschelig, dazu die Bewegung... was kann es für ein Neugeborenes schöneres geben, neben der Nähe zu den Eltern natürlich, als in solch einer Wiege zu liegen?
Für ein zweites Kind wissen wir es besser :)

Danke, Nonomo, dass es dich gibt.







Kommentare:

  1. Och...muss ich glaub echt mal auch googeln....

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  2. Ja die Nonomo haben wir auch, zwar noch nicht in Benutzung aber ich bin mir sicher sie gefällt auch meinem Sohn sehr gut. Schön, dass sie bei deinem kleinen so gut ankommt!

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