Dienstag, 16. Juli 2013

Let's ask Mama #4 Der liebe Schlaf

Sonntag war wieder "Let's ask Mama"-time. Von mir leider verspätete Antwort.
Die Frage lautete: 
Wie verläuft das Schlafengehen mit euren Würmchen, läuft es, wie ihr es euch vorgestellt habt? 
("Unsere persönliche Schlaferfahrung" statt "Schlaftrainingsfanatismus" - richtig oder falsch gibt es nicht :-)!)
Wir hatten wirklich wochenlang ein absolutes Angeberbaby, was das Einschlafen sowie den nächtlichen Schlaf angeht.
Aber von vorne:
Wenige Wochen nach der Geburt starteten wir den Versuch, ihn ins Bett zu bringen. Erfolglos.
Ich dachte mir dann, er ist auch noch zu klein. Kapiert das noch nicht. Wir können uns eh glücklich schätzen, dass er seit Geburt nachts schläft und zwar immer 3-5 Stunden am Stück. 
Hinterher merkte ich erst, wie dumm das von mir war, da ich ihn ja in sein Beistellbett legte und er aber ja immer bei mir geschlafen hatte *anKopfhau*
Als er ca zwei Monate alt war, zog er um ins Beistellbett.
Mit ein bisschen Herzschmerz meinerseits. Ich hatte ihn doch so gern neben mir.
Aber ich wollte auch, dass er sich ans eigene Bett gewöhnt und vorbei sollte es ja auch nicht sein mit dem Schlafen next to me. Ab und an holte ich ihn noch zu mir :)
Das klappte gut und ich begann (vielleicht eine Woche später) wieder, ihn zwischen 19 und 20 Uhr in sein Bett zu bringen.
Klappte. Für ca 20 Minuten. 
Danach holten wir ihn immer wieder zu uns.
Ich wollte kein Schlaftraining. Bloß, dass er sich dran gewöhnt. Wenn er nicht will, dann nicht.
Eines Tages kam mir die glorreiche Idee, das Schlafzimmer mal abzudunkeln.
Und irgendwie führte ich dann auch ein Ritual ein: Ich sang drei Lieder: Schlaf, Kindchen, schlaf; Guten Abend, gute Nacht und Lalelu, dann bekommt er einen Kuss auf die Stirn und dann mache ich seine Einschlafmusik an, das Album "River flows in you"des Pianisten Yiruma (übrigens sehr zu empfehlen, auch für einen selbst).
Ich glaube, den Start legte die Nacht nach dem ersten Impfen (16.04.2013, sprich Paul war gut zwei Monate alt), da wurde er erst nach 3-4 Stunden wach und hatte Hunger.
Bedingt durch Urlaub und Nachlässigkeit klappte es dann eines Tages im Mai nicht mehr so gut. Nach dem Ritual schrie er. Und schrie und schrie.
Es half nur aus dem Bett nehmen und durch den Raum gehen.
Also bezog ich dies ins Ritual ein.
Anfangs lief ich sehr oft (14 Mal) hin und her. Inzwischen sind wir bei 4 Mal angekommen.
Dann singen, Kuss und Musik.
Eines Tages wachte er erst nach 8 Stunden auf. Das war am 6. Mai.
Ich dachte erst, er wäre so erschöpft von der Osteopathie gewesen. Aber auch die darauffolgende Zeit schlief er immer 6-9 Stunden durch.
So ziemlich zum 4. Monatsgeburtstag schlief er die ganze Nacht durch, sprich von abends bis morgens (10-13 Stunden).
Das hatte ich mir ehrlich gesagt im Vorfeld gar nicht zu wünschen gewagt.
Ich wusste, es gibt Babys, die schlafen mit 3 Monaten durch und es gibt Babys, die schlafen mit einem Jahr noch nicht (komplett) durch. Tag für Tag erfreute ich mich an diesem Zustand.
Zwischen 19-30 und 20.30 ging Paul ins Bett. Schlief dann bis 4-6 Uhr, bekam dann den Schnulli und ich legte ihn neben mich und dann schlief er noch einmal bis 6-8 Uhr.

Manchmal sah es dann so aus, wenn ich aufwachte (ich lag dann halb in seinem Bett):

Doch leider sollte es nicht so bleiben. 
Seit 1-2 Wochen läuft es nicht mehr so rund. 
Er schläft schlecht ein. Anfangs, weil er sich immer drehen wollte, also auf den Bauch, nachdem er das konnte). 
Nur leider ging dann in Bauchlage sofort der Kopf hoch:

Manchmal wirkte es, als ob er auf der Seite schlafen möchte. Wenn ich ihn so fixierte, klappte es manchmal gut, manchmal nicht so gut. 
Und entweder wacht er nach kurzer Zeit auf und weint. Oder/und nach ein paar Stunden und hat Hunger oder/und morgens früh (bsp. 5 Uhr) und hat Hunger. Schläft dann aber zum Glück noch einmal bis ca 8 Uhr.
Letztens ging abends gar nichts. Da musste ich ihn wieder mit ins Wohnzimmer nehmen. Machte dann mit ihm auf mir meine Rückbildungs-Übungen.
Dann ging ich duschen, legte ihn unter den Spielebogen und als ich wieder kam, sah es dann so aus, *lach*

Heute war es dann sogar so, dass er beim ersten Aufwachen nicht ohne meine Nähe zur Ruhe fand. 
Ich saß neben ihm und streichelte ihn und hielt den Schnulli, aber keine Chance.
Also legte ich mich ins Bett und nahm ihn in meinen Arm und sofort wurde das kleine Baby ruhig und ich spürte förmlich seine Erleichterung und Zufriedenheit.
Nach einiger Zeit wechselte ich mich gegen ein Kissen aus und schlich mich hinaus.
Haha, natürlich merkte er das irgendwann.
Und ich gebe zu, da er heute mal wieder einen Dauer-Bespaßungs-Tag hatte, stöhnte ich zunächst kurz auf. Legte mich wieder neben ihm und war schnell glücklich. Glücklich, mein Baby so glücklich zu sehen.


Mochte mich erst gar nicht wieder hinausschleichen. Aber eine Mama braucht auch einmal Feierabend und wenn nur, um noch schnell einen Blogartikel zu schreiben.

Tja, abschließend kann man sagen: Jedes Kind ist anders und jedes Kind ist in bestimmten Phasen anders, als vorher. Wie man an Paul sieht. Lange klappte es sehr gut und in letzter Zeit hat er Schwierigkeiten. Bleibt nur, es für ihn so gut wie möglich zu machen und zu hoffen, dass er bald wieder in die vorherige, gute, Phase findet.



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