Mittwoch, 19. Juni 2013

Sonnenpark

Guten Abend, gute Nacht...

Dieses Lied singe ich Paul jeden Abend einmal vor, also die eine (bekannte) Strophe davon.
Und nun ist es auch für mich schon fast wieder Zeit, ins Bett zu gehen. Das Kind wird mich nämlich sicher früh wecken, die letzte Mahlzeit war gegen 18:30 Uhr.
Schnell möchte ich euch aber noch kurz von unserem gestrigen Parkbesuch erzählen.
Zunächst suchten wir uns ein nettes Plätzchen inmitten Unmengen von Entenhaufen.
Ein haufenfreies Plätzchen zu finden war nämlich schier unmöglich, zumindest definitiv nicht, wenn man nicht auf den Blick auf den See verzichten wollte.
Ich hatte zuvor extra noch eine Strandmuschel mit UV-Schutz gekauft (gibt es diese Woche bei Rossmann). Auf meiner "Shoppingtour" hat Paul seinen Affen in wirklich einwandfrei lässiger Haltung auf seinem Körper platziert:


Während ich diese aufbaute, weilte Paul auf Leonies Arm.
Dies war anfangs auch noch voll in Ordnung.
Der Checker weilte seines Amtes und hatte alles im Blick.


Plötzlich wurde er ungnädig.
Leonie gab ihr Bestes, doch keine Chance, das Gemecker entwickelte sich zu Geschrei.
Als ich dann endlich mit dem Aufbau fertig war und Paul entgegen nahm, kam mir die Idee, dass dem armen Kerl vielleicht zu warm war.
Schnell wurde er bis auf den Body ausgezogen und die Brust angeboten.
Hunger konnte zwar eigentlich nicht das Problem sein, aber so wäre er erst einmal ruhig.
Denkste.
OK, Brust wieder rein und das Kind geschaukelt. Oh, was sehe ich da? Da verdreht doch wer die Augen.
Alles klar, auch ein Meister muss mal schlafen.
Und tatsächlich gelang es mir, ihn mit Schnulli, reden, streicheln und schaukeln in den (Halb)Schlaf zu wiegen.
Vorsichtig legte ich ihn ab, streichelte weiter, bestimmt 15 Minuten lang, bis er endlich tief eingeschlafen war.
Ich habe da so einen Trick: von oben nach unten mittig über die Stirn streichen. Ist er halbwegs gewillt, zu schlafen, klappt das bestens.


Wir gönnten uns also eine Portion Sonne und irgendwann zog es mich zur Frittenbude.
Paul war inzwischen wach und ziemlich gut drauf.
Da ist etwas interessantes passiert. Er ruft so "Hey", aber kein unfreundliches "Hey", eher ein aufforderndes.
Ich schaute ihn an und sah, dass er seine Beine und Popo oben hatte und leicht zur Seite gekippt hatte. Oh, dachte ich, er will sich drehen, na prima, damit darf er gerne wieder beginnen.
Dann sah ich, dass der Affe quasi im Weg lag. Ich nahm ihn weg und zack, drehte er sich zur Seite.
Ich bilde mir nun ein, dass er deshalb "Hey" gerufen hat *grins*
Während der Drehaktion hielt ich sein rechtes Händchen. Er lag dann eine ganze Weile auf der Seite. Kaum ließ ich ihn los, drehte er zurück. Wobei er sich nicht an mir festgehalten hatte.
Für ein Foto reichte deshalb nur diese Position:



Eigentlich hatte ich Leonie gebeten, mir eine Pommes zu holen, aber sie meinte, sie könne ja auch da bleiben und aufpassen.
"Und was ist, wenn er dann schreit?"
Sie nur so: "Ach, der wird doch so schnell nicht los schreien, der ist doch voll gut gelaunt gerade."
Ihr Wort in Gottes Ohr...
Ich also los und als ich wieder kam, hörte ich nur ein "Man, ist das anstrengend, ihn vom Schreien abzuhalten."
Ich musste ja etwas grinsen ;)
"Ständig muss ich ihm den Schnuller wieder rein schieben und festhalten und mit ihm reden. Und sobald ich aufhöre, zu reden, will er los schreien."
Ja, Paul von seiner besten Seite *lach*
Als ich mich dann hin setzte, ging kurz einmal ordentlich Gebrüll los, nachdem ich mit ihm redete und ihn streichelte, war er aber wieder ganz handzahm.
Leonie berichtete dann, dass er, sobald ich weg war, anfing mit dem Genörgel.

Tja, heute war auch so ein megadoofer Tag. Ganz viel Gemecker und Geschrei. Ich war bei meinen Eltern und er war ganz komisch zu seiner Oma. Mochte nicht bespaßt werden, ließ sich von ihr nicht beruhigen... bei mir ging es dann, allerdings auch nicht immer.
Wir dachten immer, er hat irgendwas. Und fast bin ich mir sicher, es hat irgend etwas mit den Zähnen zu tun, denn manchmal, wenn man seine untere Kauleiste "massiert, wird er plötzlich ganz ruhig, aus dem größten Geschrei heraus (sabbern und sich im Mund rum fummeln tut er nämlich auch).
Es ist aber auch wirklich etwas auffällig, dass er anderen Leuten gegenüber teilweise echt etwas unzugänglich ist.
Ich schiebe es mal auf nahenden oder mittendrin steckenden Schub (da heißt es ja auch "zurück zu Mama"), denn mit 4 Monaten beginnt doch eigentlich noch kein Baby zu fremdeln, oder?
Wobei ich so etwas mal gelesen habe, dass es tatsächlich jetzt in dem Alter schon mal sein kann, dass die Kleinen lieber bei ganz vertrauten Personen sind.

Welche Erfahrung habt ihr da gemacht?
Wann haben eure Babys mit dem Fremdeln begonnen und gab es vielleicht auch schon so früh solche Phasen?


1 Kommentar:

  1. Wegen Fremdeln...
    Nele fremdelt bei meinem Papa..da war sie umdie 3 Monate alt und auch letztenst wieder war das Geschrei gross, als er sich ihr näherte....waren alle sehr überrascht.
    Klasse das Paul sich dreht :)

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