Samstag, 20. April 2013

Neverending Nabelbruch

Immer wieder etwas Neues...
Gestern waren wir mit Paul zum Impfen und seit dem gibt es neue "Erkenntnisse" bzgl. des Nabelbruchs.

Der Arzt fragte gleich, als er den Nabel sah: "Ist der Nabel größer geworden?"
Ich beantwortete klar mit "Ja" und dass wir deshalb zwischenzeitlich noch bei einem anderen Arzt waren, da er ja im Urlaub war zu der Zeit, und dieser Arzt es ja ganz locker sah und meinte, das sei nicht schlimm und man müsse eben abwarten.
Nun, das sah unserer Kinderarzt nun ein bisschen anders. Er fand das nicht mehr wirklich schön. Das wollte er so nicht einfach belassen und schickt uns zu Kinderchirurgen, die sich das einmal genauer anschauen und mit ihrer Fachkenntnis entscheiden sollen.
Wir sind wirklich sehr gespannt. Am Mittwoch Vormittag werden wir Paul hier in der Uni Klinik vorstellen. Mal sehen, welche Meinung die dann vertreten.
Ich weiß auch gar nicht, was ich hoffen soll/will. Einerseits, das gebe ich ganz ehrlich zu, wäre ich schon sehr froh, wenn da jetzt schon was gemacht, sprich operiert werden würde. Ich habe mich zwar inzwischen an diesen dicken Nabel gewöhnt, aber es ist dennoch scheußlich, ihn immer wieder sehen zu müssen...beim PEKIP das einzige "entstellte" Baby zu präsentieren und vor allem ist es mir schlichtweg unheimlich. Andererseits ist natürlich der Gedanke an eine Narkose bei einem so kleinen Baby nicht wirklich prickelnd... Wobei es ja auch zur Genüge Säuglinge z. B. mit Herzfehler gibt, die in so jungem Alter problemlos eine Narkose überstehen.
Nun, wir werden sehen, was die Fachärzte dazu meinen.
Unser Arzt hat das dann gestern -entgegen dem, was er uns bei der U3 erzählte ("bringt eh nichts") den Nabel abgeklebt. Ich habe das aber bereits gestern Abend wieder entfernt, da dieses Abkleben in keinster Weise dazu führte, dass die Innereien nicht mehr in den Nabel gelangen.
Es war vielmehr so, dass der Nabel nach wie vor groß war und aber im Gesamten, sprich mit heraus getretenen Innereien, hinunter gedrückt wurde. Da Paul ja nun mit diesem Nabel auch die letzten Wochen problemlos gelebt hat, wollte ich für dieses meiner Meinung nach nicht wirksame Konstrukt meinem Baby nicht die fiesen Pflaster auf der Haut antun (Stichwort Pflasterallergie...).

Beim Impfen war Paul total tapfer... *hahaha* nein, natürlich nicht. Er schrie wie am Spieß. "Lustig" ist ja, wie zeitverzögert das ertönt, da die Nervenbahnen oder Botenstoffe oder beide oder wer auch immer dafür zuständig ist, dass Schmerz zum Gehirn gelangt und Schreien auslöst, ja noch so langsam sind bei Babys.
Zwischendurch vergaß er dann für einen kurzen Moment nicht nur das Atmen sondern auch jegliche andere Körperfunktionen. Er hielt inne. Völlig inne. Mit schmerzverzerrtem, sich nicht mehr regendem Gesicht lag er da. Atmen Junge, atmen! Selbst der Arzt erwähnte was von Atmen.
Für einen kurzen Moment übermannte mich eine Panik, verschwand dann aber schnell wieder, nachdem ich sah, wie entspannt der Arzt das sah - der ist schließlich der Experte.
Schnell die zweite Spritze und dann habe ich unser armes kleines Baby hoch genommen und ganz fest an mich gedrückt. Er hat sich dann wirklich sehr schnell beruhigt. Also war er ja doch irgendwie tapfer.
Ich habe übrigens nicht mit geweint. Klar tat er mir leid - und wie - aber ich musste eher ein bisschen drüber "lachen", so ein kleiner Pieks tut ja eigentlich gar nicht doll weh, aber für die kleinen Babys hat das ja eine ganz andere Empfindung. Hach, Paul, komm mal in unser Alter, dann lachst du auch über so einen Pieks ;)
Insgesamt hat er die Impfung meiner Meinung nach echt gut weg gesteckt. Wirklich "krank" ist er dadurch nicht geworden. Schlapp ist er. Gestern hat er total viel gepennt und hatte zu einer Mahlzeit Schwierigkeiten, an der Brust zu trinken, trank kurz und nickte dann schon wieder weg. Ich habe dann abgepumpt und die Flasche gegeben, auch wenn wir ja die Medela haben, aber ganz so anstrengend wie die Brust ist auch die nicht. Er hat dann gut getrunken, knapp 150 ml.
Ziemlich sensibel-weinerlich war er. Fing bei jeder Kleinigkeit an zu jammern, aber immer nur total kurz. Fieber ging nie über 38 Grad und heute Morgen konnte er auch schon wieder lachen.

Der Frühling ist übrigens da. Mal mehr und mal weniger. Hier waren es schon über 20 Grad und somit ECHT warm in der Sonne. Fand ich ja schon wieder too much (für diese Jahreszeit). Mal ehrlich, das Wetter übertreibt doch wohl. Erst ewig eiskalt und dann gleich so'n Riesensprung zu total warm.
Angenehme laue Frühlingstemperaturen sind doch nun angesagt. So schwankend zwischen 10 und 17 Grad und nettem Sonnenschein. DAS ist Frühling.
So wie heute. Traumhaft.
Wir nutzten es natürlich und waren ganz lange draußen. Spazierten durch die Stadt und am Wasser entlang - und ich schoss einige Fotos:

Eine nachgebaute Kogge:



Friedlich schlafender Knirps:

Schönes Kiel (Werft)

Die AIDA (Cara) war auch da:


Und zufällig kamen wir pünktlich zur Seehundfütterung:



Und dann habe ich noch (von heute Morgen) ein paar ganz tolle Paulchen-Bilder für euch:

Das schönste Lachen der Welt:

Hach, mein süßer kleiner Schatz:

Trotz geschwächter Verfassung durch die Impfung wird fleißig Kopf heben und halten geübt:

er macht es einfach gern.

und dank der Impfung klappt auch alleine liegen und schlafen *lach*

Habt noch ein schönes, SONNIGES Wochenende!






1 Kommentar:

  1. Ui, ich drück euch die Daumen für den Besuch in der Klinik!
    Impfen ist hier auch immer wieder doof, wir müssen morgen wieder *schnief* *keineLust*
    liebe Grüße und viel sonnige Spaziergänge
    Caro

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