Donnerstag, 21. März 2013

U3

Hallo ihr Lieben.
Vorgestern hatte Paul die U3.

Er war total gut drauf und ließ (nahezu) jegliche Untersuchung brav über sich ergehen. Lediglich einmal meckerte er, ließ sich dann aber schnell beruhigen. Braves Vorzeigebaby!
Laut der Messung des Arztes ist Paul nun 55,5 cm lang, 4300 Gramm schwer und hat einen Kopfumfang von 37 cm. Zum Vergleich seine Maße nach der Geburt: 50 cm, 2980 Gramm und 32 cm.
Wow, da hat sich was getan, würde ich sagen. Ich fand ihn aber in den letzten Tagen auch wirklich schon unheimlich lang, fragte mich aber, ob der Schein trügt, da er jetzt öfter mal seine Beine ausstreckt. Wahrscheinlich ist es die Kombination aus tatsächlichem Wachstum und gestreckter Haltung. Manchmal denke ich echt schon, da liegt ein Riesenbaby vor mir, dabei ist er ja eigentlich noch voll klein *lach*
Leider hat Paul einen dollen Nabelbruch, aber das war uns ja vorher schon klar (nicht zu übersehen), nicht jedoch, dass das heutzutage relativ schnell operiert wird. Ich hatte ja auch einen Nabelbruch und meine Mama hatte da irgendwas gebunden oder so. Der Arzt erklärte, das abbinden sei nur eine kosmetische Sache.
Ein Nabelbruch ist nämlich keinesfalls ein gebrochener Nabel, wie der Name vermuten lässt.
Grund für den hervorstehenden Nabel ist ein Loch in der Muskelhaut rund um den Nabel. Vor der Geburt wachsen die Muskeln wohl von hinten nach vorne und nach der Geburt schließen sie sich erst. Passiert dies nicht, kommt es eben zu dieser Lücke, durch die dann das Bauchfell austritt.
Und so entsteht dann dieser schöne hässliche dicke hervorstehende Nabel.
Wieder was dazu gelernt, gell?
Nun habe ich mich im Internet ein bisschen belesen. Dort steht, dass ein Nabelbruch bei 98 % der Kinder bis zum dritten Lebensjahr ohne Therapie heilen würde.
Der Arzt hatte da scheinbar eine ganz andere Meinung: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Nabel zurückbildet besteht, sei aber sehr gering. Man würde das so mit einem Jahr operieren.
WAS? Mein kleines armes Baby (ja, mit einem Jahr sind sie doch auch irgendwie noch Baby) unter's Messer? Ich weiß ja nicht... Beim nächsten Termin in vier Wochen (Impfung) werde ich den guten Herrn Doktor da noch einmal drauf ansprechen.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Ja, mein Nabel ging zurück. Aber gewiss nicht bis zum 3. Lebensjahr. Das dauerte wesentlich länger. Wie alt ich genau war, weiß ich nicht mehr. Irgendwas zwischen 6 und 13 vermutlich.

Der Arzt war insgesamt sehr zufrieden mit Paul, seine Hüfte war nach wie vor bestens und alle anderen Tests hat er auch gut bestanden.
Einzig auffällig war, aber darauf musste ich den Arzt erst ansprechen, dass Paul noch überhaupt gar nichts mit den Augen fixiert.
Der Arzt testete zunächst mit seinem Lämpchen Pauls Augen und da wirkte es, als habe er das Licht verfolgt. Ich sprach den Arzt dann darauf an, da mir aufgefallen war, dass Paul irgendwie noch nicht richtig gucken kann. Finger oder andere (auch bunte) Gegenstände vor seinem Auge verfolgt er überhaupt nicht und ich habe eben auch das Gefühl, dass er mich nicht richtig anschaut. Nur zum Licht, da schaut er wirklich hin.
Der Arzt bestätigte meinen Eindruck dann. Er sagte, jetzt sei so die Zeit, wo er das (Fixieren) langsam können muss. Wir warten jetzt bis zum nächsten Termin ab, wir beobachten und testen das immer wieder und wenn sich da keine Besserung einstellt, muss Paul sich einer bestimmten großen Augenuntersuchung unterziehen.
Wir hoffen so sehr, dass es nicht so weit kommt. Vielleicht braucht es bei ihm einfach länger, da er ja nun einmal 3,5 Wochen zu früh kam.
Aber Gedanken und Sorgen macht man sich ja trotzdem irgendwie :(

Pauls heutiger Vormittag bestand hauptsächlich aus "nicht alleine sein wollen", dabei war er so müde. Nachdem er im Stubenwagen nur quakte, nahm ich ihn auf den Schoß, in sitzend aufrechter Haltung, was passierte? Die Augen fielen zu. Nunja, sehr bequeme Position zum Schlafen.
Ich nahm ihn also auch mit zum Toilettengang und während meines Entleerungsvorgangs schlief er doch tatsächlich binnen Sekunden auf der Wickelauflage ein (wir wollen an dieser Stelle den Grund für's Einschlafen lieber nicht diskutieren *lach*).


Im Stubenwagen klappte es dann aber auch (zunächst unter sanftem Gemecker) irgendwann. 


Allerdings nicht für ewig. Ich glaube, er hat nicht einmal eine halbe Stunde am Stück wirklich ruhig geschlafen, da ging sanftes Gemecker los. Nachdem ich ihm nun den Schnulli gegeben habe, ist er wieder zufrieden. Mal sehen, wie lange noch *lach*


Kommentare:

  1. Ui, das ist ja gar nicht schön. Mein Großer wurde mit 6Monaten operiert, weil er einen kleinen Knubbel am Kopf hatte, der langsam größer wurde, und keiner sagen konnte, was das ist. ( war zum Glück nichts bösartiges! )
    Ich drücke dir/Paul die Daumen, dass er um die OP herum kommt!!
    liebe Grüße
    Caro

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  2. Also erstmal ist das ein richtiges Zuckerstück, Euer Paul! Dass Du Dir Sorgen machst verstehe ich, würde ich wohl auch. Welche Mutter nicht. Ich hoffe, dass seine Entwicklung wirklich nur ein Stück langsamer ist als bei anderen Kindern und er ganz bald alles (und noch viel mehr) kann, was die Ärzte gerne hätten! GLG und *daumendrück* von mir!

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