Montag, 25. Februar 2013

Vom Baden und Spucken

Hallo liebe Leser.
Am Samstag war es so weit,  Paul wurde das erste Mal gebadet.

Unsere Hebamme bereitete das Wasser im Waschbecken vor, während ich den Kleinen wickelte.
Ein paar Tropfen Weleda Babyöl, viel warmes Wasser und ein Handtuch, fertig waren die Rahmenbedingungen. Die Hebamme nahm Paul zuerst und zeigte uns, wie man ihn im Wasser hält.
Danach übergab sie an mich. Ich muss gestehen, das war wirklich etwas unheimlich. Mein kleines, nun glitschiges zartes Baby mit komischem, ungewohntem Griff im Wasser zu halten und dabei noch mit dem Waschlappen zwischen den kleinen Speckfalten zu säubern war wirklich etwas unheimlich.
Paul konnte sich nicht recht entscheiden, ob er das toll oder doof fand. Ab und an hörte man ein lautes, protestierendes "WÄH!", zwischendurch schaute er aber auch sehr interessiert und angetan drein.
Dabei ist dieses tolle Bildchen entstanden:


Dann haben wir seit ein paar Tagen ein kleines großes Spuck-Problem.
OK, ich bin ja wirklich entspannt und völlig die Ruhe, seit dieses kleine Menschlein unser Leben bereichert, aber innerlich hätte ich die letzten beiden Nächte wirklich durchdrehen können.
Der arme Paul spuckt so viel in letzter Zeit. Diese kleinen Mengen, die sich schnell mit Spucktuch auffangen lassen, sind ja noch akzeptabel, darüber kann man leicht hinwegsehen.
Vorletzte Nacht aber war er komplett voll inkl. seiner Haare und auf meinem Kopfkissen landete auch ein kleiner Fleck. Bäh!
Dementsprechend habe ich ihn gestern Morgen erneut gebadet, ein säuerlich riechendes Baby ist ja nicht so der Traum.
Erstaunlicherweise hat er gestern nicht einmal gequakt beim Baden. Von Anfang bis Ende war er zwar etwas angespannt, wirkte aber interessiert und zufrieden.
Am schönsten fand er wieder, wie Samstag auch schon, das trocken Föhnen. Das genießt er so richtig. Da könnte ich ihn wieder stundenlang anschauen.
Gestern mussten die Klamotten aufgrund Spuckens auch einmal gewechselt werden, gestern Abend spuckte er dann beim Umziehen auf den Innenschlafsack (super, wenn die anderen noch halbnass auf der Wäscheleine hängen, es wurde mit zweitem Schlafanzug und Strumpfhose improvisiert) und heute Nacht spuckte er einen großen Schwall auf meine Bettdecke. Ich war echt bedient.
Heute Morgen bekam er dann beim Spucken Milch in die Nase, mein armes Baby tat mir echt so leid.
Vorhin habe ich, aus Faulheit, da ich es vergessen hatte mitzunehmen, ohne Stillhütchen gestillt. Dachte, ich probier es einfach mal. Es dauerte 2-3 Anläufe, dann klappte es. Sogar nahezu komplikationslos. Nach der einen Seite spuckte er gar nicht, nach der anderen nur so ein bisschen, was sich gut auffangen lässt. Nun liegt die Vermutung nahe, dass er durch die Stillhütchen mehr spuckt, trinkt wahrscheinlich zu viel (auf einmal) und zieht Luft mit?!
Ich werde mich jetzt vorzeitig (eigentlich wollte ich warten, bis er so 4 kg erreicht hat) daran wagen, es wieder ohne die Hütchen zu probieren. 
Drückt mir die Daumen, dass es weiterhin so gut klappt wie heute. 

Gestern waren wir bei meinen Eltern, Familienessen quasi (für mich gab's dann Gulasch und Salat ohne Zwiebeln, aber dank der Kochkünste meiner Mama hat das dem Geschmack nicht geschadet) und da entpuppte sich Elvis (der kleine Terrier meine Eltern) dann zu Pauls Beschützer. Das war echt krass.
Während ich gestillt habe, lag er die ganze Zeit neben uns und man sah ihm wirklich richtig an, dass er uns bewachte.
Dazu muss ich noch sagen, dass Elvis bisher mit Babys etwas "komisch" war. Er kann mit diesen kleinen Menschen nichts anfangen, möchte sie am liebsten pausenlos abschlecken. So natürlich auch Paul. Gestern sah er ihn zum zweiten Mal und war anfangs wieder höchst nervös und wollte immerzu an Paul ran um ihn abzuschlecken. Als ich dann aber mit Paul auf der Couch saß, war er relativ ruhig, wollte natürlich wieder schlecken, aber ließ sich davon abhalten und schaffte es, ruhig neben uns zu sitzen. Und dann nahm er die Beschützer-Position ein.
Anscheinend versteht er schon irgendwie, dass Paul jetzt dazu gehört und dass er, so klein und zart, einen Bewacher braucht :)

Paul hatte gestern übrigens zum ersten Mal Bauchweh, meine Mama nahm ihn im Fliegergriff und lief so durchs Wohnzimmer. Es dauerte keine zwei Minuten, da schwanden die Schmerzen und Paul hörte auf zu weinen.

Paul nimmt weiter gut zu (heute ist er bei 3400 Gramm), seine Stillpausen liegen so zwischen 2 und 5 Std. Leider nicht so rum, wie man es gebrauchen kann *lach* Nachts die ersten beiden Male wacht er meist nach 2 Std auf, das nächste Mal schläft er 4-5 Std. Und tagsüber kommt es schon öfter mal zu 5 Std Pause. Kann das nicht bitte mal anders rum sein? 

Und noch ein paar Bilder der letzten Tage:

Lässige Pose...

...lässiges Chillen ;)

Nackig eingemummelt in die kuschelige Fleece Decke

Kaum zu glauben, aber wahr, die Königin legt sich zu Papa und Kind:


Kommentare:

  1. das ist sooooo schön deine posts zu verfolgen, die bilder zu betrachten und somit zu erleben wie der kleine wächst und gedeiht :) ich schicke euch ein dickes küsschen für den paul mit :-* lieben gruß uti

    AntwortenLöschen
  2. Zu süss, der kleine Paul. Kommt mir vor als wäre es gestern gewesen, dass unser Kleiner noch so winzig war. Und das ist wirklch auch ein wunderschöner Name :-)! Werde jetzt regelmässig mitlesen! Liebe Grüße,
    Blinki

    AntwortenLöschen
  3. Hey :*

    Ach Gottchen, der kleine Paul in dem "riesen" Waschbecken. Wahnsinn. Da hätte Rumpelstilzchen never ever nach der Geburt reingepasst. *lach*

    Süße Bilder wie immer. Goldig der Kleine.

    Ich finde es toll wie du schreibst, kein "Geschmalze" und "Schöngerede". So liebe ich es. :)

    Mit dem Stillen drücke ich weiterhin die Daumen das es ohne Hütchen klappt. Die Dinger sind echt nervig. :(
    Spreche da aus eigene Erfahrung.

    Habt noch eine schöne Restwoche.

    Liebe Grüße
    Jessica

    AntwortenLöschen